Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine große globale Herausforderung. Die landwirtschaftliche Produktion kann wesentlich zum Erhalt und zur Förderung der biologischen Vielfalt beitragen. Eine erforderliche Extensivierung der Produktion (z.B. bei der Grünlandbewirtschaftung) ist jedoch mit höheren Kosten und geringeren Erträgen verbunden. Öffentliche Fördermaßnahmen bestehen, sind aber nicht ausreichend zur Trendumkehr. Zudem bestehen teilweise auch Zielkonflikte zwischen einer Biodiversitätsförderung und dem Klimaschutz. Auch erfordert eine verringerte Produktivität mehr pflanzenbasierte Ernährung.
Die Landwirtschaft allein kann vor diesem Hintergrund keine Lösungen zur Erhöhung der Artenvielfalt erreichen, vielmehr sind die Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette in die Erarbeitung und Erprobung von Lösungsansätzen einzubeziehen.
Um Lösungsansätze für diese vielfältigen Herausforderungen zu entwickeln, stellt die gezielte Vermarktung von Produkten aus biodiversitätsfördernder, regionaler Produktion einen wesentlichen Ansatzpunkt dar. Regionalität schafft Identifizierung und Vertrauen. Kooperation zwischen Naturschutz, Landwirtschaft, Handel und Verbraucher:innen ist die Basis für die Inwertsetzung derartiger regionaler Biodiv-Produkte, deren Erzeugerpreis höher liegen muss als der konventionell erzeugter Ware, jedoch niedriger als der aus zertifiziert ökologischem Anbau.